Was ist Taekwondo ?

Die Kampfsportart Taekwondo stammt aus Korea, wo sie ein Volkssport ist.

Taekwondo ist die koreanische Art des Wettkampfes und der waffenlosen Selbstverteidigung, die sich in einem Zeitraum von ca. 2000 Jahren in Korea entwickelt hat.
Taekwondo hat zwar erst Mitte der sechziger Jahre Eingang in das deutsche Sportgeschehen gefunden, gilt aber heute als eine der beliebtesten Kampfsportarten in unserem Lande.
Diese positive Entwicklung wird niemanden überraschen, der die Faszination des in Korea entstandenen Sports kennt.
Mit dem Begriff Taekwondo verbindet sich die Vorstellung von Wettkampf von der Selbstverteidigung und einer intensiven Körperschulung. Es gehört zur Gruppe der harten Nahkampfsysteme, welche die Stoß-, Tritt und Schlagtechniken verwenden.
Neben Judo ist Taekwondo die einzige Kampfkunst, die als olympische Disziplin anerkannt wurde (2000 in Sydney zum ersten Mal dabei). Sie unterscheidet sich von anderen Kampfkünsten vor allen Dingen durch ihre phantastischen Fuß- und Sprungtechniken und die außergewöhnliche Dynamik.

Was heißt Taekwondo ?

Tae… bedeutet soviel wie Springen, stoßen und Schlagen mit den Füßen; Kwon… wörtlich Faust, beinhaltet die verschiedenen Handtechniken, wie Fauststoß, Hankante usw.; Do… können wir am besten mit der geistigen Entwicklung des Menschen und der Entfaltung seiner Persönlichkeit im Sinne der asiatischen Philosophie verstehen. Darunter fällt die Entwicklung der Tugenden wie Geduld, Selbstdisziplin, Toleranz, Ritterlichkeit, Höflichkeit, Mut, etc. ebenso wie die Entwicklung der rechten Haltung im taoistischen Sinn.

Takwondo ist nicht nur eine Sportart, sondern vor allem auch eine Form der Charakterschulung. Viele Sportler werden deshalb schnell bemerken, daß nicht der Sparring-Partner der schlimmste Gegner ist, sondern das eigene Ich.
Die beiden wichtigsten Bereiche des Taekwondo sind der Wettkampf und der Formenlauf.
Beim Vollkontakt-Wettkampf (Kyorugi) geht es darum, Treffer zu machen, Punkte zu sammeln und den Gegner so zu bezwingen. Wettkampf ist Olympische Disziplin.
(genaueres unter der Rubrik Regelwerke)
Der Formenlauf (Poomse) umfaßt verschiedene, von der Gürtelgraduierung abhängige Formen, die jeweils eine bestimmte Bedeutung haben (z.B. Wind, Wasser, Feuer…). In diesen Formen (ähnlich den Kata beim Karate) werden abwechselnd Angriffs und Abwehrtechniken gegen einen imaginären Gegner ausgeführt. Der Formenlauf wird nach Altersklassen durchgeführt und ist deshalb auch für nicht mehr ganz junge Sportler interessant.
(genaueres unter der Rubrik Poomse, bzw. Regeln)
Daneben gibt es drei weitere Sparten: Die Grundschule, bei der trainiert wird, die Basistechniken korrekt und effektiv auszuführen, den Bruchtest (Kyokpa) bei dem Durchschlagskraft der gelernten Techniken erprobt werden kann, und die Selbstverteidigung.
Das Taekwondotraining fördert nicht nur Kraft und Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Auch weniger greifbare Qualitäten, wie Selbsterkenntnis, Selbstüberwindung und Respekt vor dem Trainingspartner entstehen im Training und wirken sich auf die Persönlichkeit des Sportlers aus.

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